Aufruf: Kein Tagebau in Gállok

NEIN zum Tagebau in Gállok

Wer unseren Blog liest, weiß, dass unser „Eckchen Lappland“ im Raum der Gemeinde Jokkmokk, etwas nördlich vom Polarkreis, liegt. Und zur Gemeinde gehörenden Gebiet Gállok (Kallak), rund 100 km entfernt von unserem kleinen Paradies, hat ein Unternehmen aus Großbrittanien schon vor Jahren einen weitreichenden Eingriff in die noch ursprüngliche, echte Wildnis beantragt und bedauerlicherweise hat die schwedische Regierung dem Plan bislang keine Absage erteilt – ganz schwaches Bild!

Geplant ist der Bau einer Eisenerz-Mine in Gállok (Kallak) mit extrem weitreichenden Konsequenzen für Natur, Kultur, Mensch und Tier. Das Gebiet liegt rund 40 km westlich der Stadt Jokkmokk, die Zufahrt würde über die Verbindungsstraße von Jokkmokk nach Kvikkjokk erfolgen.

Mehr Details dazu findest du weiter unten in der Übersetzung – ich schwöre: Da schlockern einem die Ohren, wenn man liest, welche Konsequenzen der Tagebau in Gállok haben kann und wird.

Hilf mit: Sag NEIN zum Tagebau in Gállok!

Viele Betroffene vor Ort tun dagegen, was sie können. Aber ist das wirklich eine belanglose Sache weit von uns entfernt, die nur die was angeht? NEIN!

Daher geht der nachfolgende Aufruf an ALLE…

  • Touristen, die schon einmal die irrsinnig schöne Landschaft genossen und sich in deren Einzigartigkeit verliebt haben. Wir sind richtig, richtig VIELE und auch DEINE Stimme zählt, jede einzelne, denn Tourismus ist natürlich ein enorm wichtiges Argument für den Landstrich. Es ist Zeit, etwas zurück zu geben.
  • zukünftigen Urlauber – sonst ist nachher einiges schon zerstört und unwiederbringlich niedergemäht, bevor ihr da wart…
  • Naturliebhaber & Outdoorer
  • Naturfotografen
  • Menschen, denen die Themen Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit, etc. pp. am Herzen liegen
  • Zeitgenossen, die begreifen, dass auch die Zerstörung der Natur, die nicht vor dem eigenen Gartenzaun liegt, Folgen für uns alle hat
  • Darlings, die uns kennen, lesen und mögen <3

Unterstützen kostet dich nur 1 Minute

Es wäre super, wenn du die Petition gegen den Bau dieser Mine unterzeichnen würdest, das dauert ca. 1 Minute und kostet dich keinen Cent extra. Dazu drückst du diesen Link-Button zur Petition auf Mittskifte.org (Hinweis: Wenn du kein Schwedisch lies bitte vorab meine Übersetzung der Petitionsseite unterhalb!):

Übersetzung der Petitionsseite

Die Seite bzw. das Formular zum Unterzeichnen der Petition ist natürlich auf Schwedisch, aber hier kommt die Übersetzung (für die nötige Transparenz):

An das Wirtschaftsministerium der schwedischen Regierung – für eine lebendige Kultur und saubere Natur in einem minenfreien Jokkmokk

Lieber Karl-Petter Thorwaldsson!

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer neuen Aufgabe als Wirtschaftsminister! Da Sie neu sind, halten wir es für angebracht, Sie über die Folgen zu informieren, die eine Eisenerzmine in Gállok/Kallak, 40 km westlich von Jokkmokk, für die samische Urbevölkerung, die örtliche Bevölkerung, die Ferienhausbesitzer, die Touristen und nicht zuletzt für das Wasser und die biologische Vielfalt auf ewig hat.

Eine Eisenerzmine in Gállok/Kallak, 40 km westlich von Jokkmokk, wird verheerende Auswirkungen auf die Rentierzucht in diesem Gebiet haben. Eisenerz ist kein seltenes Metall, das für den sogenannten „grünen Übergang“ benötigt wird. Alle anderen Eisenerzminen, die es in Norrbotten bereits gibt, reichen aus. Die Gemeinde Jokkmokk hat bereits genug zur Versorgung Schwedens mit Strom und Wäldern beigetragen. Genug ist genug.

Wir fordern Sie, Karl-Petter Thorwaldsson, und die schwedische Regierung auf, keine Mine in Gállok/Kallak zuzulassen!

Warum ist das wichtig?

  • Die Erklärung über die Rechte der indigenen Völker wurde 2007 von den Vereinten Nationen verabschiedet. In der Erklärung heißt es unter anderem, dass indigene Völker das Recht haben, konsultiert und informiert zu werden und in Angelegenheiten, die sie und ihre Rechte betreffen, ohne Druck von außen Entscheidungen zu treffen, und dass indigene Völker das Recht haben, zu entscheiden, was für sie und ihre Gemeinschaften am besten ist. Auch das indigene Volk der Sami muss bei diesen Bergbauplänen ein Mitspracherecht haben.
  • Der Status von Laponia als Weltkulturerbe ist bedroht. Dieselben Rentiere, die im Sommer in Sarek und Badjelánnda grasen, sind auch die Rentiere, die in und um das geplante Abbaugebiet grasen. Die Rentiere und die Rentierzucht in Laponia waren ebenso wichtig wie die Naturwerte, damit Laponia zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Die UNESCO ist der Ansicht, dass das Bergwerk erhebliche Auswirkungen auf die Welterbestätte haben wird. Der Status von Laponia als Weltkulturerbe könnte im Falle des Baus der Mine verloren gehen.
  • Das Dorf Björkholmen, das weniger als zwei Kilometer vom geplanten Tagebau entfernt liegt, muss evakuiert werden, wenn das Bergwerk in Betrieb geht. Das Land, das die Dorfbewohner seit Generationen bewirtschaftet haben, wird weggeblasen.
  • Die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Fleisch, Fisch, Kräutern, Beeren und Pilzen wird für alle Zeiten sabotiert, und die Erholungsmöglichkeiten in dem einzigen verbliebenen Urwald in diesem Gebiet, auf dem Gebirgszug Roavvoajvve, werden zunichte gemacht.
  • Die Glaubwürdigkeit von Jokkmokk als naturnahe und kulturelle Gemeinde wird untergraben. Viele der heutigen Wiederholungsbesucher von Jokkmokk werden sich wahrscheinlich andere Orte suchen, die sie besuchen können.
  • Es besteht die Gefahr, dass das Bergwerk den kleinen Fluss Lule vergiftet, der die Wasserquelle für die 100 000 Einwohner von Boden und Luleå ist. Wenn der Damm des Bergwerks bricht, werden alle Wasserkraftwerke flussabwärts von der Überschwemmung betroffen sein. Viele Menschen sind vom Tod bedroht.
  • Die Luftqualität in Jokkmokk wird sich dramatisch verschlechtern. Bei vorherrschendem Westwind werden die Feinstaubpartikel 20-30 km vom Minenstandort entfernt aufgewirbelt. Der Staub landet im Wasser, in den Fischen, auf Flechten, die die Rentiere fressen, auf Gräsern, Beeren, Kräutern und Pilzen.
  • Ein 90-Tonnen-Lkw, der alle 90 Sekunden auf der Kvikkjokk-Straße (die 805) fährt, erhöht die Lärmbelastung und das Unfallrisiko für Anwohner, Ferienhausbesitzer, Urlauber, Touristen, Rentiere und andere Wildtiere. Auch die Auswirkungen des gesamten Dieselverkehrs auf das Klima müssen berücksichtigt werden.
  • Mineralien sind endliche Ressourcen. Es ist egoistisch und kurzsichtig, wenn die jetzt lebenden Generationen den größten Teil der bekannten Erzvorkommen ausbeuten.

Anstelle neuer Minen in minenfreien Gemeinden müssen ernsthafte Anstrengungen unternommen werden, um bereits abgebaute Mineralien zu recyceln und wiederzuverwenden.

Wie die Übergabe erfolgt

Die Übergabe der Petition erfolgt digital zusammen mit der Pressemitteilung.

Wichtig zum Ausfüllen des Formulars

Unter der Eingabe der persönlichen Daten (recht verständlich, sonst frag uns in den Kommentaren) folgt ein Textfeld, wo du einen Newsletter zu weiteren Kampagnen abonnieren KANNST – das würden wir nicht machen. Die Übersetzung:

„Ich möchte mich anmelden, um allgemeine Informationen über Kampagnen, Umfragen und andere Veranstaltungen im Rahmen des Shift zu erhalten.“

Deine Auswahlmöglichkeiten sind JA (ja) oder NEJ (nein).

Dann folgt ein weiteres Textfeld, dass du ankreuzen MUSST, sonst kannst du die Petition nicht unterzeichnen. Übersetzung:

„Indem Sie das Kästchen ankreuzen, Ihre Daten in die obigen Felder eintragen und sich bei uns registrieren, erklären Sie, dass die Informationen Ihre eigenen sind, dass Sie mindestens 18 Jahre alt sind, dass Sie unsere Nutzungsbedingungen und unsere Datenschutzrichtlinie gelesen haben und damit einverstanden sind.“ 

Wenn alles eingetragen ist, drückst du auf den Button „SKRIV UNDER“.

Anschließend kannst du das noch bei Facebook, per Whatsapp, etc. teilen, musst du aber nicht – drück einfach auf den Button/Link „STÄNG“ und schon bist du fertig.

JUST DO IT – TU ES!

DANKE!

Weiterführendes zum Projekt in Gállok

Hier kannst du der Entwicklung folgen – und allein durch das Folgen natürlich ebenfalls unterstützen:

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