Mein Onkel ist glücklich, wenn er mit dem Boot auf dem See sein darf

Wann kommt ihr endlich?

Meine Wurzeln liegen in Schweden und ich besitze das Privileg, gleich 2 Staatsbürgerschaften zu besitzen, eben die schwedische und die deutsche. Von klein auf war Schweden omnipräsent in meinem Leben, auch wenn ich in Deutschland aufgewachsen bin, meine Mutter lehrte uns Sprache, Traditionen und Bräuche. Und natürlich verbrachten wir zahllose Urlaubstage dort.

Meine Familie kommt jedoch aus Südschweden, nicht aus dem Norden des Landes. Allerdings verschlug es meinen Onkel Bengt der Liebe wegen fast an den nördlichsten Anschlag des Landes, in die Gemeinde Jokkmokk. Dort lebt er seitdem glücklich und zufrieden mit seiner Frau Maggi (eigentlich Margareta). 

Jedesmal, wenn ich mit ihm telefonierte, fragte er nach, wann wir die beiden nun endlich einmal besuchen würden. Er schwärmte in einer Tour davon, wie wunderschön es dort sei. Seine Schilderungen brachten Haralds Augen zum leuchten. Ein echtes Abenteuer lockte! Aber ehrlich? Davon war ich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich überzeugt, „wunderschön“ ist nun recht subjektiv, nicht wahr? 

Es würde einfach einfach werden...

Mir war ein wenig flau bei dem Gedanken, denn es war mir klar, dass zumindest ich mit diesem Urlaub meilenweit aus meiner Komfortzone gelockt werden würde. Mein Onkel bot uns für den Aufenthalt nämlich sein Ferienhaus an, das rund 70 km weit entfernt von Jokkmokk, also gefühlt am Ende der Welt, liegt. Das ist blöde, wenn du z.B. mal etwas im Supermarkt vergessen hast, hin und rück 140 km macht man nicht eben mal schnell.    

Nachbarn? Nun, keine fest dort lebenden Menschen und schon gar nicht in Sichtweite. Ein Fakt, der allerdings Harald schon zum Frohlocken brachte…

Strom? Nein!

Normale Heizung? Nein!

Fließendes Wasser? Nein!

Badezimmer? Nun, es gab immerhin ein Plumpsklo und eine Sauna.

Hand auf’s Herz: Wäre das was für dich? Deine*n Partner*in? Und falls ja: Seid ihr beide davon überzeugt?

Schlussendlich siegte schnöde Bestechung

Harald kennt mich in und auswendig – und so setzte er genau die Art der Bestechung ein, der ich nicht widerstehen kann, um mir die Aussicht auf einen Urlaub in der Wildnis zu versüßen. Er versprach zum Abschluss ein Wochenende in Stockholm, meiner absoluten Lieblingsstadt – mit Luxushotel, großem Stadtbummel und feinem Restaurantbesuch. Das ließ mich schlussendlich weich werden. Ich bin eben doch ein bisschen bestechlich. Obwohl ich natürlich bis heute felsenfest behaupte, dass ich den Trip nur aus zutiefst empfundener Liebe zu ihm gemacht habe. Darüber, dass er dann die Augen verdreht, sehe ich selbstbewusst hinweg. 

Beschlossene Sache

So kam es, dass wir im Herbst 2014 ziemlich aufgeregt unseren ersten Urlaub in Lappland antraten. 

Eine Antwort

  1. Hallo Sudda, Annika,
    Ach das klingt aber schön.
    Bei uns wäre das rumgedreht, meine Augen würden leuchten und mein Mann würde sie verdrehen…
    Die Fotos sind wunderbar und es ergreift mich gleich ein Fernweh.
    Letztes Jahr sind wir zum ersten Mal in Schweden gewesen, wir haben den Süden bereist und waren restlos begeistert. Wir möchten beide gerne wieder hin.
    Ich wollte immer schon mal nach Schweden, aber wie das so ist…manchmal im Leben.
    Im Übrigen hast du mal ich weiß gerade nicht wo über Schweden geschrieben und Fotos eingestellt, das war der Moment wo ich zu meinem Mann sagte: jetzt fahren wir auch dahin
    Ich werde Deinen Blog verfolgen und freue mich auf Deine Bericht und Fotos.
    Ganz sicherlich werde ich auch deine Rezepte testen
    Wir waren heute unterwegs Richtung Eifel und da sah ich den Hinweis „Kreuzau“ da habe ich noch gedacht dass du dort ja wohnst.
    Zufälle gibts.
    Dir einen schönen Abend und viel Spaß bei der weiteren Planung und Umsetzung zum Thema Lappland
    Liebe Grüße Gabi

    P.S. Stockholm war auch wirklich sehr sehr schön

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