Wie wir heizen - globe fire charon 1

Heizung: Globe Fire Charon I

Schon bei der Planung des neuen Hauses in Lappland war klar: Wir brauchen einen Ofen, der mit Brennholz beheizt wird. Schließlich wäre es nicht möglich, eine Zentralheizung einzubauen, wie wir es Zuhause gewöhnt sind. Und wir wurden fündig und glücklich mit dem Globe Fire Charon 1 (Link zur Produktseite)! 

Kleine Erläuterungen zum Beitragsbild

Das Foto haben wir am ersten Tag vor Ort gemacht, beim ersten Mal als wir in unserem frisch gebauten Haus standen. 

Weißt du, woran ich das erkenne, auch ohne auf die Datumssignatur des Fotos zu schauen? Rechts vom Ofen stehen zwei Kartons. Und das sind die Kartons mit dem Hartwachsöl, mit dem wir schon einen Tag nach unserer Ankunft den Holzdielenboden versiegelt haben. Das musste schließlich als erstes gemacht werden, denn der rohe Boden ist extrem empfindlich, saugt jegliche Flüssigkeit und Schmutz wie ein Staubsauger auf, was Flecken für die Ewigkeit (oder bis zum nächsten Schleifen) macht und kriegt schnell Dötsche und Dellen, wenn einem aus Versehen etwas herunterfällt. Daher war klar: Boden versiegeln vor Wände streichen!

Jedenfalls stehen die Kartons mit dem Hartwachsöl neben dem Ofen, um auf eine gescheite „Betriebstemperatur“ zu kommen – für eine bessere Streichgeschmeidigkeit.

Aber es gibt ja noch andere Fotos vom Ofen. Ha.

P.S: Den hübschen, handbemalten Brennholzkorb war unser Einzugsgeschenk von Maggi und Bengt. Mit Brennholz und weiteren Wichtigkeiten, die man dort draußen dringend braucht! Oh, wir haben uns so gefreut. <3

Der Charon im Wohnzimmer

Globe Fire - eine deutsche Firma

Die Firma „Globe Fire“ aus Haren/Emmeln in Deutschland ist mit den 6 Familiengenerationen quasi ein kleiner Dinosaurier als Meisterbetrieb im Ofenbau – ich nenn das mal ein Traditionsunternehmen.

Seit mehr als 150 Jahren konzipiert und baut man nunmehr dort Öfen, Kamine, Küchenöfen, vornehmlich aus Gusseisen.

Natürlich sind die hauseigenen Produkte stets dem Stand der Technik angepasst worden – sie entsprechen den gültigen Vorgaben und zeichnen sich durch einen sauberen und sparsamen Abbrand des Brennholzes aus.

Habt ihr den Ofen etwa von Deutschland mitgebracht?

Nein, das haben wir nicht. Zum einen wäre der Transport im eigenen Auto ein echtes Problem gewesen, sowohl vom Gewicht als auch vom Ausmaß, außerdem hätte Bengt uns wohl einen Handkantenschlag zwischen die Ohren verpasst, wenn wir solche Anschaffungen nicht direkt in Schweden machen, denn wenn mal was ist mit Garantie, wäre es wohl etwas kompliziert mit den Reparatur- oder Erstattungsansprüchen. Bengt ist da sehr streng – und da widersetz ich mich lieber nicht. 😉

Darüber hinaus war der Ofen, in Schweden gekauft, nicht auffällig teurer, jedenfalls nicht in einem Maße, das den komplizierten Eigentransport gerechtfertigt hätte.

Auf dem Charon kann man kochen
Kochen auf dem Charon? Läuft!

Globe Fire Modell Charon 1

Wir hatten von Anfang an feste Vorstellungen von UNSEREM Ofen. Haben sollte er:

  • genug Brennleistung für die Kubikmeter umbauten Raum unseres Ferienhauses
  • eine Kochplatte – da kann man nämlich direkt immer heißes Wasser kostenlos zusätzlich produzieren, indem man schlicht einen Topf Wasser drauf stellt
  • schlichtes Design
  • dauerbrandgeeignet
  • ein Sichtfenster – einfach für die Gemütlichkeit
  • relativ großer Brennraum, damit man nicht so oft nachladen muss und damit Holzscheite mit einer Länge von bis zu 50 cm passen
  • preiswert

Der Charon bietet...

… alles was wir wünschen. Er ist zudem aus Gusseisen und hat einen Nennleistung von 7 kw. Gut, hätte noch was mehr sein können, weil man – Pimaldaumen – 1 kw pro 10 Quadratmeter Wohnfläche rechnet. 

Aber wir brauchen z.B. kein warmes Schlafzimmer und das hat ja schon locker 15 Quadratmeter. 

Charon gekauft bei: Kaminexperten.se

Gekauft haben wir den Globe Fire Charon I bei kaminexperten.se. Komplett mit Kaminrohren bis hin zu Schornsteinverkleidung und Tritten für den Schornsteinfeger auf dem Dach – alles aus einer sehr kompetenten Hand und mit vernünftigen Lieferkosten.

Auf die Anfrage kam im Handumdrehen ein vollständiges Angebot – wir haben wohl eine grobe Zeichnung des Hauses mit Höhen und Dachneigung mit eingeschickt, damit man wusste, was wir alles brauchen. 

Tausend Dank für die kompetente Hilfe an den Mitarbeiter Lars Holmer. Du warst super! Glasklare Empfehlung.

Eingebaut hat den Ofen übrigens unser Helge, der Tausendsassa. Und der wurde ohne ein Zucken vom schwedischen Schornsteinfeger abgenommen – also der Ofen und der Kamin, nicht Helge. 🙂

Übrigens: Kamine müssen auch in Schweden vor der ersten Inbetriebnahme vom Schornsteinfeger begutachtet und offiziell freigegeben werden! Und da gibt es klare Richtlinien bis hin zur adäquaten Dämmung des Kaminrohres.

Woher wir wussten, dass Kaminexperten den Charon verkauft?

Harald hat bei Globe Fire nachgefragt, ob und wer den Ofen in Schweden vertreibt. Auch von dort sehr freundliche und kompetente Hilfe. Klasse. 

Fazit?

Wir sind absolut happy damit. Yay, der Ofen strahlt unfassbar viel Gemütlichkeit aus, lässt sich kinderleicht in Gang setzen und wärmt zuverlässig. Ich freue mich sehr über das Fensterchen in der Türe, denn das bleibt superklar. Wir mussten es jedenfalls in der Zeit, in der wir da waren (und wir haben eigentlich fast konstant gefeuert), nicht einmal säubern! Ach so, du willst bestimmt noch wissen, WARUM ich mich so über das Fensterchen freue, oder? Ich gehöre zu den „Feuerstarrern“, ich liebe es, gefühlte Ewigkeiten in das Feuer zu starren und dabei dem heimeligen Knistern des brennenden Holzes im Ofen zu lauschen.

Hach, ja – Sehnsucht!

Auch das Design des Ofens an sich entspricht absolut unserem Geschmack – irgendwie reduziert, aber dennoch total chic.

Und praktisch ist das Design auch noch: Ich liebe es, darauf zu kochen oder schlicht heißes Wasser so ganz nebenbei zu produzieren, denn das gibt es bei uns ja nicht aus der Leitung. Durch die flache Oberseite ein Kinderspiel!

Auf diese Weise haben wir nicht nur die Bude warm, sondern auch das Wasser. Dabei ist es total egal, ob ich nur einen Teekessel (für den kleinen Bedarf) mit Wasser darauf erwärme oder (als Joker für den Großeinsatz, z.B. wenn ich spülen möchte) den dicken 15 Liter Topf aufstelle, den ich von Maggis Schwester Marina geschenkt bekommen habe. 

Einzig die Feder, die die Ofentür automatisch schließt, haben wir entfernt, weil sie uns genervt hat. Die Tür fiel dadurch recht intensiv automatisch zu – mag aber auch daran liegen, dass zumindest ich ein ungeschicktes,, grobmotorisches Dingen bin. Das hat mich beim Nachladen von Brennholz genervt, also weg damit. 

Diese Feder braucht man wohl aus Sicherheitsgründen (so habe ich es verstanden, scheint eine Vorschrift zu sein), wenn man mehrere Öfen an ein und denselben Kaminzug installiert, aber haben wir ja nicht. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dir auch noch Spaß machen